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Wien + Leipzig = Cuxhaven! Andreas Gruber schickt drei Ermittler in den „Rachesommer“

Evelyn Meyers arbeitet als Rechtsanwältin in der Kanzlei Holobeck, Karger & Partner in einem Stadtteil von Wien. Ihre beiden Chefs haben sich auf Wirtschafts- und Strafrecht spezialisiert. Da die Kanzlei schon eine ganze Reihe von Erfolgen vorzuweisen hatte, können sich Evelyn und ihre Kollegen die Klienten aussuchen. Als Evelyn ihren Vorgesetzten Holobeck zu einem Fall befragen möchte, verhält dieser sich am Telefon irgendwie merkwürdig. Offenbar hat er in seiner Privatwohnung Besuch von jemandem bekommen, den er nicht erwartet hatte.

Kurze Zeit später muss sie erfahren, dass ihr Chef  tot ist. In die Tiefe gestürzt von dem Balkon, der unmittelbar an sein Wohnzimmer grenzte. Gemeinsam mit ihrem Bekannten Patrick, der als Privatdetektiv arbeitet und noch dazu der abtrünnige Sohn ihres zweiten Chefs Karger ist, macht sie sich auf die Suche nach dem Mörder von Holobeck. Dabei erfahren die beiden, dass der Anwalt nicht der Erste war, der in den vergangenen Wochen auf misteriöse Weise zu Tode gekommen ist. Offenbar spielt jedes Mal eine unbekannte junge Frau bei den Fällen eine Rolle. Welche, das muss sich noch herausstellen.

Unterdessen macht sich der Leipziger Kriminalhauptkommissar Walter Pulaski auf die Suche nach dem Mörder zweier Kinder, die mit schweren Traumata in einer Göttinger Psychiatrie untergebracht waren. Durch Sonja Wilhelm, einer Pflegerin der Psychiatrie, erfährt er, dass die Kinder zuvor beide in einer Anstalt in Bremerhaven untergebracht waren. Durch Anweisung eines dortigen Arztes waren sie beide nach Göttingen verlegt worden. Weitere Nachforschungen Pulaskis ergeben, dass beide Kinder offenbar Geiseln auf einer Nordseeyacht namens „Friedberg“ gewesen waren…

Was alle Drei noch nicht ahnen: Die beiden Fälle hängen zusammen und erfahren ihre endgültige Aufklärung ausgerechnet in meiner alten Wahlheimat Cuxhaven. Spannend ist Andreas Grubers Geschichte „Rachesommer“ nicht zuletzt durch die geschickt miteinander verwobenen Erzählstränge, die ihre Auflösung schließlich auf etwas überraschende Weise finden. Ich freue mich schon auf den nächsten Fall der Pulaski-Reihe, denn der Erste, erschienen als Hörbuch im Hörverlag, hat mir von der ersten bis zur letzten Zeile gut gefallen.

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