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Mein Lieblings-Integrations Albtraum: Jilet Ayse

Vor etwa zwei Jahren ist sie mir das erste Mal auf dem Fernsehbildschirm begegnet: Eine wohlbeleibte, dunkelblonde, langhaarige, junge türkisch-stämmige Frau, die wahrlich kein Blatt vor den Mund nimmt und in ihrer wunderbar eingefärbten deutschen Sprache sagt, was sie denkt. Intelligentes Kabarett mit Migrationshintergrund! Jilet Ayse, oder Idil Nuna Baydar – wie sie im wahren Leben heißt – (geboren in 1975 in Celle als Tochter türkischer Einwanderer)  bezeichnet sich in ihrem kürzlich zum Nachhören bei WortArt auf CD erschienenen Bühnenprogramm „Ghettolektuell“ als „Deutschlands Integrations Albtraum Nummer 1“.

Ich kann dazu nur sagen: Es müssten viel mehr (ausländische)  Mitbürgerinnen so auf Draht sein, wie diese Frau! Dann würden sie sowohl von Behörden als auch von ihren Ehemännern richtig ernst genommen werden! Selbstbewusst, intelligent und vieles hinterfragend. Das hat ihr schon einige wichtige Kabarett-Preise eingebracht. Und das zu Recht, wie ich finde. Jilet Ayse hat übrigens auch ihren eigenen YouTube-Kanal, auf dem sie regelmäßig zu Dingen des Alltags Stellung bezieht.