Artikel

Von wegen „Bielefeld gibt’s nicht!“ Dann solltet Ihr mal „Yasemins Kiosk“ kennenlernen!

Die alleinstehende Nina Gruber ist Streifenpolizisten in Wuppertal. Doch ihrer Mutter zu Liebe, die psychisch krank ist, legt sie ein Sabbatjahr ein und kehrt zurück in ihre Heimatstadt Bielefeld, um sie zu pflegen. Dort merken Mutter und Tochter schon bald, dass sie lieber getrennt voneinander leben sollten. Also begibt sich Nina auf Wohnungssuche. Dabei muss sie feststellen, dass sogar in Bielefeld der Wohnungsmarkt angespannter ist, als sie vorab vermutet hat. Doch bei der achten Wohnung soll sie fündig werden.

Im fünfstöckigen Wohnhaus von Dorothee Klasbrummel, einer resoluten, etwa siebzigjährigen Dame ist im zweiten Stockwerk eine Dreizimmerwohnung mit Fenster im Badezimmer frei. Das Fenster ist Ninas einzige Bedingung für ein neues Zuhause, in dem sie sich wohl fühlen kann. Was ihr außerdem gut gefällt, ist, dass es im Erdgeschoss des Hauses einen kleinen Kiosk, genauer gesagt: Yasemins Kiosk gibt. Für Kaffee und frische Brötchen ist also täglich gesorgt.

Sie freundet sich mit der jungen türkischen Betreiberin Yasemin Nowak gleich bei Doro, die auf dem „Du“ besteht und sich über eine Polizistin in Ihrem Hause freut, an. Die heile Welt der drei Damen könnte schöner nicht sein, als Yasemin plötzlich eines Morgens eine Leiche in ihrer Altpapiertonne entdeckt. Es ist Adil, ein guter Bekannter von ihr. Nina und Doro beschließen, sich mit ihr auf die Suche nach dem Mörder zu machen. Dabei gehen die drei mit Geschick und Einfallsreichtum zu Werke und auch der Kiosk als Informationsbeschaffer spielt eine nicht unwesentliche Rolle.

Auf diesen schönen Krimi der gebürtigen Ostwestfälin Christiane Antons bin ich ganz zufällig im ebook-Netzwerk Netgalley.de gestoßen. Schon beim Lesen der ersten Kapitel wusste ich, dass er mir gefällt. Als er dann bei Audible.de exklusiv als Hörbuch, gelesen von Demet Fey, veröffentlicht wurde, habe ich ihn mir gleich gekauft. Und ich bin auch von der Fortsetzung und dem Schluss nicht enttäuscht worden. Der Krimi spiegelt ganz eindeutig wieder, dass die Autorin ihre Heimat liebt. Auch der Humor kommt nicht zu kurz. Allen, die nun gerne wissen möchten, ob Bielefeld mitsamt seinen wunderbaren Einwohnern tatsächlich existiert, sei dieses Hörbuch wärmstens empfohlen.

Hörprobe

image_pdfimage_print