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Wenn Väter durchdrehen…Rezension zu Jan Weiler: Eingeschlossene Gesellschaft

Fabian Prohaska ist Schüler des 13. Jahrgangs eines Gymnasiums. Dank seines Lehrers Dr. Engelhardt besteht für ihn die bittere Voraussicht, nicht zum Abitur zugelassen zu werden. Das möchte sein Vater allerdings nicht hinnehmen und hat sich seine ganz eigene Methode dafür ausgedacht, das gesamte Kollegium zum Nachdenken über seinen Sohn zu bringen.

An einem Freitagnachmittag wird darum aus der gesamten Lehrerschaft kurzerhand eine Eingeschlossene Gesellschaft. Der zu allem entschlossene Vater hat auch dafür gesorgt, dass die Lehrer keine Hilfe von außen herbeirufen können. Ihnen bleibt nichts anderes übrig, als über Fabian und seine Zulassung zu diskutieren. Dabei kommen so ganz nebenher auch unausgetragene Konflikte zwischen einigen Kollegen zur Sprache, was nicht nur ernste, sondern auch komische Reaktionen zur Folge hat…

Jan Weiler selbst hat in dem von ihm erdachten und von Regisseur Leonard Koppelmann wunderbar inszenierten Hörspiel die Rolle des einfallsreichen Vaters übernommen. Auch Annette Frier – als  strenge Musiklehrerin Heidi Lohmann- ist, wie auch schon in den „Liebe Sabine“-Hörspielen, wieder mit von der Partie. Dazu weitere Sprecherkollegen, die auch als Lehrer einen wunderbaren Job machen. Zweieinhalb Stunden herrliche Unterhaltung, die man auf jeden Fall gehört haben sollte. Darum hat der Hörverlag das beim WDR entstandene Hörspiel nun auf CD und als Download herausgebracht.

Hörprobe

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