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Rezension zu „Karen Dionne: Die Moortochter“

Helena Pelletier lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern im Bundesstaat Michigan im Norden der USA auf der dünn besiedelten Upper Peninsula. Sie ist eine ausgezeichnete Jägerin und Fährtenleserin. Fähigkeiten, die sie als Kind von ihrem Vater gelernt hat. Den hat sie früher immer bewundert und für einen echten Helden gehalten. Bis sie als 15-jährige erfährt, dass ihr Vater in Wirklichkeit ein gefährlicher Psychopath ist, der 16 Jahre vor ihrer Geburt ihre Mutter aus ihrem Heimatort entführt hat, und sie dann in eine Hütte im Wald eingesperrt hat. Dort kam Helena dann ein Jahr später auf die Welt. Für sie war es darum zunächst ganz normal, allein und fernab jeglicher Zivilisation im Wald aufzuwachsen. Durch einen Zufall kann die Mutter mit ihr zusammen fliehen, als sie 15 ist. Ihr Vater wird daraufhin von der Polizei verhaftet und eingesperrt. Später wird er zu einer langjährigen Freiheitsstrafe verurteilt.

Helena und ihre Mutter müssen sich erst einmal an das Leben in Freiheit gewöhnen. Das fällt Helena zunächst ziemlich schwer. Doch einige Jahre später hat sie sich so gut an das Leben in Freiheit gewöhnt, dass sie heiratet und selbst Kinder bekommt. Ihre Mutter ist gerade erst seit kurzer Zeit verstorben, als Helena rein zufällig im Radio hört, dass ein Häftling aus dem naheliegenden Gefängnis entflohen ist. Auf einmal ist sie sich ganz sicher, dass dies ihr Vater ist. Außerdem wird ihr klar, dass sie die Einzige ist, die ihn wird aufspüren können. Zudem weiß sie, dass ihre Familie in Gefahr ist, denn ihr Vater hat noch eine Rechnung mit ihr offen.

Nachdem sie ihrem bislang ahnungslosen Mann ihre wahre Lebensgeschichte offenbart hat, macht sie sich auf die Suche nach dem „Moorkönig“, wie der Ausbrecher von allen genannt wurde. Die gefährliche Jagd nach ihrem Vater beginnt…

Ein spannender, ungewöhnlicher Thriller ist Karen Dionne da mit „Die Moortochter“ gelungen. Man bekommt zusätzlich zur Spannung auch einen Einblick in das einfache Leben in der Wildnis Amerikas, das die Ureinwohner schon seit Jahrhunderten kennen. Mir hat das von Julia Nachtmann gelesene Hörbuch aus dem Hörverlag nicht zuletzt auch wegen ihrer zur Protagonistin hervorragend passenden Stimme sehr gut gefallen. Siebeneinhalb Stunden, die wirklich wie im Fluge vergangen sind.

Hörprobe

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