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Der Neid eines Trittbrettfahrers zwingt ihn zur Rückkehr – Dr. Sommerfeldt ist wieder da: Klaus-Peter Wolf – Ostfriesenzorn

Eigentlich dachte ich, die Geschichte um Dr. Bernhard Sommerfeldt sei abgeschlossen. Aber ganz offensichtlich wollten andere Hörer und Leser seiner Geschichte das nicht. Und so wird der in der JVA Lingen Einsetzende von einem neuerlichen Serienkiller herausgefordert, der auf der Insel Langeoog sein Unwesen treibt. Dieser hat tatsächlich die Geschichte des Doktors – wie auch in Wirklichkeit in dieser Geschichte ein aktueller Bestseller – gelesen und es sich zunutze gemacht, dass der Doktor keine Frauen umbringen kann.

Also übernimmt der neue Mörder diesen Part und das auch noch auf ziemlich perfide Weise, indem er die Frauen mit einer Stahlschlinge um den Hals erwürgt. Zu den Getöteten zählen einige Urlauberinnen und auch einige Einheimische, die dem Killer in irgendeiner Form im Weg sind. Hauptkommissarin Ann Kathrin Klaasen und ihre Kollegen Weller und Rupert können gar nicht so schnell reagieren, wie weitere Frauen auf der Insel ermordet und gefunden werden.

Als die Kommissarin schließlich auch noch E-Mails von Dr. Sommerfeldt aus der JVA weitergeleitet bekommt, deren Anhänge Fotos von den Ermordeten zeigen, versteht sie, dass der neue Mörder sich offensichtlich entweder auch mit ihm anlegen oder die Polizei in dessen Namen auf eine falsche Fährte locken möchte. Sommerfeldt versichert der Kommissarin glaubhaft, dass er mit der Sache nichts zu tun hat. Also muss sie sich anhand von Indizien neuerlich auf die Suche nach dem Bösewicht machen und gerät dabei selbst in Lebensgefahr…

Klaus-Peter Wolf hat offensichtlich die uns allen seitens der Bundesregierung auferlegte Corona-Pause kreativ genutzt und mal eben einen neuen Serienkiller erschaffen, der dem „Alten“ Konkurrenz machen möchte. Weil er das Hörbuch Ostfriesenzorn, erschienen bei goyalit, natürlich wieder selbst vorträgt, ist ihm deutlich das Vergnügen an seiner Erzählung und den Charakteren anzuhören. Allen Fans seiner Krimis sei auch dieser wieder wärmstens empfohlen.

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Kleiner Polizist mit großem Auftrag: Klaus-Peter Wolf – Rupert Undercover

Bei der Kripo in der ostfriesischen Stadt Norden herrscht im Team von Hauptkommissarin Ann-Kathrin Klassen helle Aufregung. Nun soll endlich Kommissar Ruperts Probe aufs Exempel für seinen langersehnten Gang zum BKA stattfinden. Er ist nämlich der so gut wie perfekte Doppelgänger von Frederico Müller-Gonzales, einer Unterweltgröße im Drogenmilieu. Diesen Dealerboss hat das BKA kürzlich einkassiert. Nun soll Rupert ihn vor dessen Schergen vertreten. Damit will das BKA die ganze Bande auf einmal hochgehen lassen.

Kriminaldirektorin Liane Brennecke ist damit beauftragt, Rupert abzuholen und in seinen neuen Job einzuweisen. Rupert freut sich wie ein kleiner Junge, denn ausgerechnet an seinem Geburtstag geht sein seit Kindheitstagen gehegter Wunsch in Erfüllung. Doch für seinen Job muss er zunächst einmal in kürzester Zeit 10 Kilo zulegen, zum Vegetarier werden und dazu noch zum Weinkenner. Denn das gehört zum Charakter von Frederico Müller-Gonzalez dazu. Auch in Sachen bildender Kunst und in unterschiedlichen Sprachen muss er Kenntnisse erlangen, und dass möglichst schnell.

Keine leichte Aufgabe für den Sunny Boy unter den Nordener Polizisten. Aber er wagt es trotzdem. Wie er seine Aufgabe meistert und ob die Schergen aus der Unterwelt ihm auf den Leim gehen, das erfahrt Ihr, wenn Ihr in das, ebenso, wie die Sommerfeldt Triologie der letzten drei Jahre, von Klaus-Peter Wolf erneut als Sommerkomödie angelegte, Hörbuch Rupert Undercover, erschienen bei Goya Lit, hineinhört. Natürlich hat der Autor es sich auch dieses Mal nicht nehmen lassen, den Text selbst vorzutragen. Auch seine Frau, Bettina Göschl, hat dieses Mal mit einer wunderschönen einleitenden Titelmusik zum Hörbuch beigetragen.

Mich wundert es, ehrlich gesagt, nicht, dass Klaus-Peter Wolfs Fangemeinde immer größer wird. Die Kriminalfälle, die er sich ausdenkt, sind ebenso spannend, wie die Charaktere, die darin verwickelt sind. Außerdem zeigt er immer wieder, wie humorvoll auch die Norddeutschen, hier vor allem die Ostfriesen, sein können. Ich freue mich schon auf den nächsten Fall aus seiner Feder.

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Klaus-Peter Wolf erzählt die mörderisch gute Geschichte des Doktor Bernhard Sommerfeldt

Meine beiden absoluten Lieblings-Hörbücher dieses Jahres Totenstille im Watt und Totentanz am Strand, die bislang noch von keiner Geschichte getoppt wurden, stammen von Klaus-Peter Wolf, sind erschienen bei GoyaLit und erzählen die Geschichte von Doktor Bernhard Sommerfeldt. Der heißt eigentlich Johannes Theissen, stammt aus Bamberg und war mal Leiter einer Bekleidungsfirma. Doch irgendwann mutiert er zu Doktor Bernhard Sommerfeldt, zieht an die Nordsee, verliebt sich in „seine Beate“ und wird zum Massenmörder.

Eine Geschichte, die so verrückt, irgendwie durchgeknallt und komisch ist, dass sie schon wieder wahr sein könnte. Im zweiten Teil lernt der Leser den Menschen Bernhard Sommerfeldt etwas genauer kennen. Außerdem erinnert einen die Geschichte hier ein bisschen an „Kimble auf der Flucht“. Mir war die Figur des aus seiner Sicht gerechtigkeitsschaffenden Doktors gleich sympathisch. Ob die Polizei, allen voran Hauptkommissarin Ann-Katrin Klassen, ihn schnappen kann, das will ich hier nicht verraten…

Die Hörbücher sind auf jeden Fall, wie alles von Klaus-Peter Wolf, einfach nur klasse und hörenswert. Auch deshalb, weil der Autor sie immer selber vorliest…