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Wenn einen die Vergangenheit einholt: Sandra Dünschede – Friesenlüge

Manchmal gibt es Hörbücher, die einem lange Zeit über den Weg laufen, aber man entschließt sich letztlich doch immer wieder für ein anderes. Bei diesem Hörbuch ging es mir tatsächlich so. Nun bin ich umso froher darüber, dass ich es mir angeschafft habe. Jetzt stelle ich es Euch auch gerne vor:

Oftmals ist es regelrecht erschreckend, was auf ganz harmlosen Ausflügen so passieren kann. Im Krimi Friesenlüge von Sandra Dünschede ist das zum Beispiel der Fall. Eine Rentnergruppe aus Niebüll in Schleswig-Holstein möchte in Hamburg eine Hafenrundfahrt machen, als plötzlich auffällt, dass Heinrich Madsen, einer der Senioren, fehlt. Die herbei gerufene Polizei macht daraufhin im Hamburger Volkspark eine schreckliche Entdeckung. Der Rentner wurde dort scheinbar erschlagen.

Einige Tage darauf wird auch seine Frau Erika in ihrer Niebüller Wohnung tot aufgefunden. Die Hamburger und Niebüller Rechtsmediziner sind sich schon bald über die wahre Todesursache der beiden einig: Eine Überdosis Insulin, wie es vor allem von Diabetikern genutzt wird, wurde beiden, unabhängig voneinander, gespritzt. Die Hauptkommissare Thamsen aus Niebüll und Nielsen aus Hamburg ermitteln gemeinsam. Dabei kommt auch etwas von Madsens krimineller Vergangenheit ans Licht, der in jungen Jahren zur See gefahren ist…

Mir hat der in Nordfriesland und in Hamburg verortete Krimi sehr gut gefallen. Nicht zuletzt aufgrund des rauhen Charmes, mit dem Tobias Dutschke die Charaktere spricht. Auch, wenn die Geschichte schon im Jahre 2014 bei Saga veröffentlicht wurde, es lohnt sich bis heute, sie anzuhören. Sandra Dünschede hat sich einen extrem realistisch wirkenden Plot ausgedacht, der tatsächlich so passiert sein könnte.

Hörprobe

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Das furiose Finale um den gefährlichsten Arzt Norddeutschlands: Klaus-Peter Wolf – Todesspiel im Hafen

In Norddeutschland ist er der Popstar unter den Serienkillern. So viele – vor allem weibliche – Fans hat er. Zu Beginn der Handlung jedoch sitzt Johannes Theissen alias Dr. Bernhard Sommerfeldt vorläufig in der JVA Meppen ein. Gemeinsam mit seiner Freundin Cordula wurde er dort von Hauptkommissarin Ann-Kathrin Klassen eingesperrt. Zwar behauptet Cordula, alle von ihm begangenen Morde ihrerseits begangen zu haben, jedoch glaubt ihr die Kommissarin nicht so recht.

Während Cordula noch auf ihren Prozess wartet, beschließt Dr. Sommerfeldt, erst einmal richtig krank zu werden. Denn auf diese Weise kann er in das Gefängniskrankenhaus der JVA Lingen verlegt werden. Natürlich bleibt er dort nicht allzu lange. In einem günstigen Moment entkommt er von dort und beschließt, sich erst einmal bei einem weiblichen Fan in Dangast unweit des Jadebusens zu verstecken. Wie so viele andere hatte diese Frau ihm einen Liebesbrief geschrieben und sich damit als heimliche Unterstützerin angeboten.

Doch auch bei ihr kann Dr. Sommerfeldt nicht allzu lange bleiben. Schließlich hat er noch eine Rechnung offen mit seinen Anverwandten in Bamberg. Ob er seine Rechnung wird begleichen können und ob die Polizei ihn entgültig fassen kann, das erfährt der Hörer im fulminanten Finale der Sommerfeldt-Triologie. Dieses trägt den Titel Todesspiel im Hafen und wird – wie schon die beiden Vorgänger Totenstille im Watt und Totentanz am Strand – vom Autor selbst vorgetragen. Klaus-Peter Wolf macht auch diesmal wieder einen sehr guten Job als Sprecher der Rolle des von ihm erdachten Serienkillers.

Das Hörbuch ist erneut im GoyaLit Verlag erschienen. Es kann neben der CD-Fassung bei Amazon und Co auch im neuen Downloadportal Höbu.de erworben werden. Dort findet man ein umfangreiches Sortiment an unterschiedlichen eBooks und Hörbüchern zum Download. Darunter auch sämtliche weitere Werke aus der Feder des Wahl-Nordeners Klaus-Peter Wolf. Auch ich bin schon mit dem ersten Hörbuch um Dr. Sommerfeldt großer Fan des falschen Arztes mit Praxis in Norddeich geworden und kann zu seinem Erschaffer nur eines sagen: „Experiment geglückt!“