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Ehemaliger Rechtsanwalt ermittelt an ostfriesischer Nordseeküste: Dirk Trost – Jan de Fries 1 bis 5

Wenn ihr nach einem wahren Goldschatz in Sachen Kriminalgeschichten suchen solltet, dann kann ich Euch eine ganz wunderbare Reihe empfehlen. Die mittlerweile auch als Hörbuch erschienenen Romane haben allesamt die ostfriesische Nordseeküste rund um den Ort Greetsiel und die Halbinsel Krummhörn zum idyllischen, aber auch wahrlich mörderischen Hintergrund.

Dort lebt seit einiger Zeit, zusammen mit seinem dicken Hund Motte, der ehemalige Berliner Rechtsanwalt Jan de Fries. Dieser ist in Vorruhestand gegangen, nachdem seine Frau überraschend verstorben ist und ist daraufhin an die Nordseeküste gezogen. Gemeinsam mit seinem besten Freund Uz, einem ehemaligen Arzt, der mittlerweile Besitzer und quasi Bewohner eines Krabbenkutters ist, löst er mit viel Leidenschaft besagte Kriminalfälle. Sein Erfinder Dirk Trost hat sich mit seinen bei Amazon veröffentlichten eBooks rund um Jan de Fries bereits eine beachtliche Fan-Gemeinde aufgebaut. Fünf der eBooks sind bereits von Audible mit Jürgen Holdorf als Sprecher vertont worden. Weitere werden folgen.

Beginnend mit der Geschichte Granat für Greetsiel, in der mehrere Fährennutzer überraschend versterben, lernt der Leser das kleine friesische Universum um den Ex-Anwalt ausgiebig kennen. Was mir besonders gut gefällt: Der Autor verknüpft spannende Kriminalfälle mit den typischen Eigenheiten der Bewohner dieses Landstriches. Darüber hinaus findet man auch Außergewöhnlichkeiten, die man in diesem Urlaubsparadies der Deutschen so gar nicht vermutet hätte. Immer mal wieder spielt zudem die eine oder andere ostfriesische Insel eine Rolle. Außerdem auch mein Lieblingsort Norddeich, den ich schon seit Kindertagen kenne und liebe. Ich war jedenfalls begeistert von dieser Serie, deren Fortsetzung ich auf jeden Fall weiter verfolgen werde.

 

Weitere Titel der Serie

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Klaus-Peter Wolf erzählt die mörderisch gute Geschichte des Doktor Bernhard Sommerfeldt

Meine beiden absoluten Lieblings-Hörbücher dieses Jahres Totenstille im Watt und Totentanz am Strand, die bislang noch von keiner Geschichte getoppt wurden, stammen von Klaus-Peter Wolf, sind erschienen bei GoyaLit und erzählen die Geschichte von Doktor Bernhard Sommerfeldt. Der heißt eigentlich Johannes Theissen, stammt aus Bamberg und war mal Leiter einer Bekleidungsfirma. Doch irgendwann mutiert er zu Doktor Bernhard Sommerfeldt, zieht an die Nordsee, verliebt sich in „seine Beate“ und wird zum Massenmörder.

Eine Geschichte, die so verrückt, irgendwie durchgeknallt und komisch ist, dass sie schon wieder wahr sein könnte. Im zweiten Teil lernt der Leser den Menschen Bernhard Sommerfeldt etwas genauer kennen. Außerdem erinnert einen die Geschichte hier ein bisschen an „Kimble auf der Flucht“. Mir war die Figur des aus seiner Sicht gerechtigkeitsschaffenden Doktors gleich sympathisch. Ob die Polizei, allen voran Hauptkommissarin Ann-Katrin Klassen, ihn schnappen kann, das will ich hier nicht verraten…

Die Hörbücher sind auf jeden Fall, wie alles von Klaus-Peter Wolf, einfach nur klasse und hörenswert. Auch deshalb, weil der Autor sie immer selber vorliest…