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Wie geht die Geschichte um Kriminalkommissar Alexander Born zu Ende? Linus Geschke – Engelsgrund

Der ehemalige Berliner Kriminalkommissar Alexander Born hat in Tannenstein und Finsterthal schon eine Menge erlebt. In beiden Orten spielte stets die russische Mafia eine nicht unbedeutende Rolle. Der letzte Teil der exklusiv bei Audible Studios erschienenen Born-Triologie führt ihn von der deutschen Hauptstadt nach Belgien, genauer gesagt, in die Ardennen.

Dorthin hat ihn seine frühere Kollegin und Freundin Carla geschickt. Er soll nach ihrer Tochter Malin suchen, die sich der dort beheimateten Umwelt-Sekte Cernunnos angeschlossen hat. Kürzlich ist nun etwas Unfassbares geschehen: Zwei weibliche Aussteigerinnen aus der Sekte wurden brutal ermordet. Nun hat Carla verständlicherweise Angst um ihre Tochter.

Born verspricht, nach Belgien zu reisen und sich um ihren Verbleib zu kümmern. Auch will er den Anführer der Sekte, einen deutschen Aussteiger, etwas genauer unter die Lupe nehmen. Dabei kommt ihm ausgerechnet Andrej Volkov, der Chef des russischen Mafia Clans, der sich in Deutschland niederlassen will, zur Hilfe. Einer seiner jungen Gefolgsleute soll sich in Belgien in die Sekte einschleichen, um Malin zu beschützen.

Ob ihm das gelingt und wie sich die Geschichte rund um Alexander Born schließlich entwickeln wird, das hört Ihr im 11 1/2 Stunden dauernden dritten Teil der Born-Triologie mit dem Namen Engelsgrund. Eingesprochen wurde der dritte Teil von Sprecher Josef Vossenkuhl, der dem Abschluss der Geschichte die nötige Spannung verleiht.

Mir hat die komplette Born-Triologie von Linus Geschke sehr gut gefallen. Man kann es auch so sagen: Da hat einer das Handwerkszeug der journalistischen Recherche extrem gut genutzt, um einen spannenden, unglaublich realistisch wirkenden Kriminalroman, aufgeteilt in drei aufeinander aufbauende Episoden, zu schreiben. Davor kann ich meinerseits nur den Hut ziehen.

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Der Auftakt einer zweiten „Millenium-Triologie“: Linus Geschke – Tannenstein


Fast 15 Jahre nach der Veröffentlichung von Verblendung, dem ersten Hörbuch der Millennium Triologie von Stieg Larsson, ist nun in Deutschland ein wahrlich ebenbürtiges Werk erschienen. Der aus Köln stammende Autor trägt den Namen Linus Geschke, ist wie Larsson ebenfalls Journalist und das erste Hörbuch seiner von Audible Studios vertonen Triologie ist betitelt mit dem Namen Tannenstein.

Die Hauptfigur ist, anders als bei Larsson, ein normalerweise beim LKA Berlin tätiger Polizist namens Alexander Born. Er bekommt in seinem ersten Fall bereits jede Menge zu tun. Fünf Jahre bevor er überhaupt tätig wird ist in dem kleinen sächsischen Dorf Tannenstein, gelegen unweit der tschechischen Grenze, ein Wanderer in einer zum Ort gehörenden Herberge untergekommen. Dieser Mann, der sich niemandem vorstellt, lebt fast ein ganzes Jahr unauffällig mit den Dorfbewohnern im Ort zusammen. Dann betritt er 2013 plötzlich eines Abends die örtliche Gastwirtschaft und erschießt dort elf Gäste. Unter ihnen befindet sich Lydia, ebenfalls Polizistin und die ehemalige Geliebte Borns, der zu dieser Zeit in einer JVA aufgrund von Drogenhandel einsitzt.

Offensichtlich möchte der Täter gefunden werden, denn er sendet Alexander Born jedes Jahr am Jahrestag einen Zettel mit der Aufschrift Tannenstein ins Gefängnis. Nachdem Born 2017 von dort frei kommt bittet er seinen Chef beim LKA Berlin, nach Tannenstein versetzt zu werden. Denn er möchte Lydias Mörder finden. Hilfe bekommt er dabei von Nora Bernsen. Sie ist ebenfalls beim LKA tätig und ein Ass in Sachen Recherche. Sie findet schnell heraus, das der Fall irgendetwas mit der russischen Mafia zu tun hat. Als Born daraufhin seinen russischen Gefängnis-Kumpel Dimitri interviewt, fällt immer wieder der Name Wladimir Kosslov. Der soll in Mafia-Kreisen ein hohes Tier sein. Was er jedoch mit dem Wanderer zu tun hat, das muss Born erst noch herausfinden…

Ich habe in den letzten Jahren ja schon viele Kriminalromane gehört, aber so sehr überrascht hat mich noch keiner. Das fängt schon an mit der fast wie selbstverständlich ausgeführten Tat des Wanderers. Auch die Methoden, mit denen Born und Bernsen ermitteln, sind alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Geschke hat für seinen Roman in jedwede Richtung sehr gut recherchiert. Darüber hinaus schafft er es durch seinen wunderbar nüchternen Schreibstil, seine Hörer an die Geschichte zu fesseln. Unterstützung bekommt er dabei von Hörbuchsprecher Peter Lontzek, der das Ganze auf grandiose Weise vorträgt. Mir hat das Hörbuch richtig gut gefallen und ich bin schon sehr gespannt auf den zweiten Teil, der Finsterthal heißt und kürzlich erschienen ist. Nur auf den dritten Teil der Born- Triologie müssen gespannte Hörer noch bis zum Januar 2021 warten.

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