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Urlaubsfreuden werden zum Alptraum: Mark Franley – Heuchler

Nürnberg im Mai 2012: Die Stadt wird von einem sadistischen Serienkiller in Atem gehalten, der sich vorwiegend an kleinen Jungen vergreift. Als Hauptkommissar Mike Köstner und sein Kollege Peter Groß das vermeintliche Versteck des hochintelligenten Täters ausfindig machen, werden sie von einer bösen Falle überrascht. Dabei stirbt ein weiterer Junge und Kommissar Peter Groß landet im Krankenhaus. Hauptkommissar Köstner wird daraufhin vom Leiter des Kommissariats in den Urlaub geschickt.

Nach kurzem Widerstand entscheidet sich der Kommissar, gemeinsam mit seiner Familie in den Urlaub nach Finnland zu fahren. Dort mietet sich die Familie in der Nähe eines idyllischen Sees ein Ferienhaus. Der achtjährige Felix und seine Schwester Katja, 16 Jahre alt, sind begeistert. Auch Köstners Frau Petra, die grosser Finnland-Fan ist, freut sich auf die gemeinsame Zeit mit ihrem Mann und den Kindern.

Was sie alle nicht ahnen können: Der Täter ist ihnen aus Nürnberg gefolgt und muss erfreut feststellen, dass sie in das Land fahren, in dem er sich schon seit Jahren immer wieder versteckt. Mehr noch: Er kennt sich sogar sehr gut aus in der Gegend, in der Mike und seine Familie ihren Urlaub verbringen wollen. Daraufhin beschließt er, dem Kommissar einen Denkzettel zu verpassen, den er und auch seine Liebsten nicht mehr so schnell vergessen werden …

Was es bei dieser Geschichte mit dem Titel Heuchler auf sich hat, das müsst Ihr schon selbst herausfinden. Ich war allerdings sehr angetan von der grandiosen Art und Weise, wie Mark Franley seinen Thriller auf die Spitze treibt. Insgesamt existieren von der Mike Köstner-Reihe sieben Titel, die hoffentlich alle noch von Audible vertont werden.

Mit Peter Weiß hat sich ein hervorragender Vorleser gefunden , der den Spannungsbogen wunderbar aufrecht erhält. Die erste Geschichte ist vom Anfang bis hin zum Ende spannend. So kann es weitergehen.

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Das furiose Finale um den gefährlichsten Arzt Norddeutschlands: Klaus-Peter Wolf – Todesspiel im Hafen

In Norddeutschland ist er der Popstar unter den Serienkillern. So viele – vor allem weibliche – Fans hat er. Zu Beginn der Handlung jedoch sitzt Johannes Theissen alias Dr. Bernhard Sommerfeldt vorläufig in der JVA Meppen ein. Gemeinsam mit seiner Freundin Cordula wurde er dort von Hauptkommissarin Ann-Kathrin Klassen eingesperrt. Zwar behauptet Cordula, alle von ihm begangenen Morde ihrerseits begangen zu haben, jedoch glaubt ihr die Kommissarin nicht so recht.

Während Cordula noch auf ihren Prozess wartet, beschließt Dr. Sommerfeldt, erst einmal richtig krank zu werden. Denn auf diese Weise kann er in das Gefängniskrankenhaus der JVA Lingen verlegt werden. Natürlich bleibt er dort nicht allzu lange. In einem günstigen Moment entkommt er von dort und beschließt, sich erst einmal bei einem weiblichen Fan in Dangast unweit des Jadebusens zu verstecken. Wie so viele andere hatte diese Frau ihm einen Liebesbrief geschrieben und sich damit als heimliche Unterstützerin angeboten.

Doch auch bei ihr kann Dr. Sommerfeldt nicht allzu lange bleiben. Schließlich hat er noch eine Rechnung offen mit seinen Anverwandten in Bamberg. Ob er seine Rechnung wird begleichen können und ob die Polizei ihn entgültig fassen kann, das erfährt der Hörer im fulminanten Finale der Sommerfeldt-Triologie. Dieses trägt den Titel Todesspiel im Hafen und wird – wie schon die beiden Vorgänger Totenstille im Watt und Totentanz am Strand – vom Autor selbst vorgetragen. Klaus-Peter Wolf macht auch diesmal wieder einen sehr guten Job als Sprecher der Rolle des von ihm erdachten Serienkillers.

Das Hörbuch ist erneut im GoyaLit Verlag erschienen. Es kann neben der CD-Fassung bei Amazon und Co auch im neuen Downloadportal Höbu.de erworben werden. Dort findet man ein umfangreiches Sortiment an unterschiedlichen eBooks und Hörbüchern zum Download. Darunter auch sämtliche weitere Werke aus der Feder des Wahl-Nordeners Klaus-Peter Wolf. Auch ich bin schon mit dem ersten Hörbuch um Dr. Sommerfeldt großer Fan des falschen Arztes mit Praxis in Norddeich geworden und kann zu seinem Erschaffer nur eines sagen: „Experiment geglückt!“

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Rezension zu J. D. Barker – The Forth Monkey

„4MK“ – Dieses Kürzel werden sich Hörer des von J. D. Barker geschriebenen Thrillers „The Fourth Monkey: Geboren, um zu töten“ , 2017 auf Deutsch als Hörbuch erschienen bei Random House Audio, sicherlich merken. Gelesen wird das Hörbuch in verteilten Rollen von Dietmar Wunder, Oliver Brod und Marie Bierstedt. Gut gewählte Stimmen zu einem Plot, der einen wahrlich erschaudern lässt.

Chicago: Es beginnt damit, dass ein Mann, der auf dem Weg zu einem Briefkasten ist, von einem Bus erfasst wird und dabei umkommt. In dem weißen Päckchen, das mit schwarzer Kordel  verschnürt wurde und das er in den Briefkasten schmeißen wollte, findet die Polizei ein abgeschnittenes Ohr. Damit wird Chief Inspector Sam Porter schnell klar, dass es sich bei dem Toten wohl um den Verbrecher handeln muss, dem er und sein Team schon eine ganze Weile auf den Fersen gewesen sind. Von dem Menschen, dem der Täter Schaden zufügen wollte, suchte er sich gezielt jemanden aus der Familie aus.

Vorab hatte sich dieser Mensch nicht an die Regel des wenig bekannten vierten chinesischen Affen gehalten: Tu‘ nichts Böses! Das Opfer wurde entfűhrt. Später erhielen die Familien exakt drei weiße Päckchen mit schwarzer Kordel. Im ersten befand sich ein Ohr, im Zweiten ein Auge und im Dritten die Zunge des Opfers. Wenig später wurde dann die Leiche gefunden. Das war schon sieben Mal so passiert, aber vom Täter fehlte immer jede Spur. Nun schien er sich wissentlich quasi selbst gerichtet zu haben, denn der Busfahrer beteuert glaubhaft seine Unschuld. Und das, obwohl sein achtes Opfer noch am Leben und irgendwo versteckt sein muss.

Porter macht sich auf die Suche. Als die Wohnung des Täters ausfindig gemacht und durchsucht wird, wird dessen Tagebuch gefunden. Aus den schrecklichen Schilderungen über sein Leben lassen sich einige seiner grausamen Taten ableiten. Aber hört einfach selbst hin. Mehr will ich nämlich nicht verraten… Außer, dass ich das Buch arg heftig, aber dennoch klasse finde. Es ist definitiv nichts für schwache Nerven und für Leute, die kein Blut sehen können.

Hörprobe